Epidemiologie
- Selten bei gesunden Kindern: Geschätzte Inzidenz < 1 pro 1.000 Personenjahre.
- Risikofaktoren: Primäre Windpockeninfektion (VZV) im ersten Lebensjahr oder in utero und Immunsuppression.
- Auswirkungen des Impfstoffs: Dank der flächendeckenden Impfung gegen Windpocken ist die Inzidenz drastisch zurückgegangen.
Klinischer Hinweis: Anders als bei Erwachsenen ist der Zoster bei Kindern normalerweise kein Anzeichen für eine okkulte bösartige Erkrankung, es sei denn, es liegen andere Warnzeichen vor.
Klinische Präsentation
Verletzungen
Makulopapulöse Eruption, die sich schnell zu gehäuften Bläschen auf erythematöser Basis entwickelt. Einseitig, unter Berücksichtigung der Mittellinie. Dermatomale Verteilung (am häufigsten thorakal und zervikal).
Symptome
Leichtes Prodrom mit Juckreiz, Kribbeln oder brennenden Schmerzen. Pädiatrischer Schlüssel: Starke Schmerzen (akute Neuritis) sind bei Kindern deutlich seltener und schwerwiegender als bei Erwachsenen.
Diagnose
Die Diagnose ist hervorragend klinisch basierend auf dem Aussehen und der Verteilung der Läsionen.
Komplementäre Tests
- PCR mit vesikulärem Exsudat: Goldstandard. Reserviert für atypische Fälle, Neugeborene, immunsupprimierte oder ZNS-Beteiligte.
- Tzanck-Test: Zeigt mehrkernige Riesenzellen. Schnell, aber nicht sehr empfindlich, es unterscheidet nicht zwischen VHS und VZV. (Fast veraltet).
Management und Behandlung
Allgemeine Maßnahmen
Lokale Hygiene zur Vermeidung einer bakteriellen Superinfektion. Übliche Analgesie (Paracetamol/Ibuprofen) und trocknende/juckreizlindernde Lotionen.
Antivirale Therapie
Aciclovir o Valaciclovir v.o. (Ideal iniciar < 72h)
Bei gesunden Kindern mit leichter Erkrankung nicht routinemäßig angezeigt. Absolute Angaben:
- Immungeschwächt (erfordert Aufnahme und anfängliche IV-Therapie).
- Zoster ophthalmicus (V1-Ast des Trigeminusbefalls) oder Ramsay-Hunt-Syndrom.
- Verbreitete oder schwerwiegende Beteiligung.
- Neugeborene.
Impfstoffe und Perlen
Das Impfvirus
Der Oka-Impfstamm (abgeschwächtes Lebendvirus) stellt Latenz her und puede Zoster verursachen, aber die Inzidenz ist dramatisch niedriger (bis zu 80 % weniger) als bei einer Wildinfektion.
Postherpetische Neuralgie
Anders als bei Erwachsenen ist die Entwicklung chronischer, hartnäckiger Schmerzen möglich außergewöhnlich in der Pädiatrie.
Häufigste Komplikation
Der bakterielle Superinfektion der Läsionen (S. aureus, S. pyogenes). Informieren Sie Eltern über Anzeichen von Cellulite.