Erfahren Sie, wie Sie sich bei Verdacht auf Kindes- und Jugendmissbrauch verhalten sollen. Sie müssen auf jeden Schritt richtig reagieren, um fortzufahren.
Dieser Leitfaden richtet sich an medizinisches Fachpersonal. Die Meldung eines Missbrauchsverdachts ist eine gesetzliche Verpflichtung und ein Akt des Schutzes des Minderjährigen. pediapp.online© 2026
Der Verdacht kann durch physische, verhaltensbezogene oder erzählerische Indikatoren entstehen. Ihre Aufgabe besteht nicht darin, zu ermitteln, sondern zu erkennen und zu schützen.
Verifizierungsfrage:
Ein 5-jähriger Junge kommt mit mehreren Prellungen am Rücken und am Bauch an. Die Eltern sagen, er sei „von seinem Fahrrad gefallen“. Was ist der relevanteste Verdachtsindikator?
Im Vordergrund steht die medizinische Versorgung. Dokumentieren Sie gleichzeitig alles sorgfältig und objektiv.
1. Dringende medizinische Versorgung: Stabilisiert und behandelt alle Verletzungen. Erwägen Sie eine Krankenhauseinweisung als Schutzmaßnahme.
2. Anamnese: Sprechen Sie mit dem Kind nach Möglichkeit allein und in einfacher Sprache. Dokumentieren Sie Ihre Worte wörtlich.
3. Körperliche Untersuchung: Untersucht das Kind vollständig (entkleidet) und dokumentiert alle Verletzungen (Art, Größe, Lage).
Verifizierungsfrage:
Wie soll beim Verfassen des ärztlichen Gutachtens die Erklärung des Minderjährigen richtig wiedergegeben werden?
Die Benachrichtigung ist a gesetzliche Verpflichtung basierend auf Verdacht, nicht auf Gewissheit. Der Schlüssel liegt in der Bestimmung des Risikoniveaus.
Ernsthafte und unmittelbar drohende Gefahr (schwere Verletzungen, kürzlich erfolgter sexueller Missbrauch, erschüttertes Baby).
MASSNAHME: DRINGENDE telefonische Mitteilung an DGAIA oder 112 (Mossos) und Zusendung eines Benachrichtigungsblatts innerhalb von <24 Stunden.
Es besteht keine unmittelbare Gefahr, es gibt jedoch Anzeichen (mittlere Fahrlässigkeit).
AKTION: Senden eines Benachrichtigungsblatts an die EAIA des Gebiets. Kein Anruf erforderlich.
Verifizierungsfrage:
Sie betreuen einen Säugling mit Verletzungen, die auf das „Shaken-Baby-Syndrom“ hinweisen. Was ist die erste Benachrichtigungsmaßnahme, die Sie ergreifen sollten?
Der Bericht muss detailliert und objektiv sein. Entscheidend sind die Abstimmung mit anderen Diensten und die Erfassung in der Krankengeschichte.
Letzte Verifizierungsfrage:
Welche dieser Aussagen eignet sich am besten für die Schlussfolgerung einer Meldung über einen Missbrauchsverdacht?
Sie haben den interaktiven Leitfaden zum MARC-Protokoll abgeschlossen. Jetzt verfügen Sie über das Schlüsselwissen, um bei Verdacht auf Kindesmissbrauch richtig zu handeln.