Atlas der Exantheme

🦠 Virusausbrüche

Im Allgemeinen selbstlimitierend und mit systemischen Symptomen. Denken Sie daran: unwirksame Antibiotika. Isolierung entsprechend der Pathologie.

Masern

Klinik & Tipps: Konfluierender, morbilliformer makulopapulöser Ausschlag. Es beginnt im Gesicht (Haaransatz) und erstreckt sich nach cephalocaudal. Prodrome: Hohes Fieber (>40°C), Husten, Schnupfen, Konjunktivitis. Koplik-Spots: Grauweiße Papeln auf der Mundschleimhaut (2-3 Tage vor dem Ausschlag).

Management: Symptomatisch. Atemisolierung (Tröpfchen/Luft) für 4 Tage ab Auftreten des Ausschlags. Von der WHO empfohlenes Vitamin A bei Risiko/Mangel.

Verhütung: Dreifach-Virusimpfstoff (MMR). Hoch ansteckend.

Masernausschlag Masern-Enanthem Koplik-Flecken
Röteln

Klinik & Tipps: Punktierter, nicht konfluierender rötlicher/rosa Ausschlag (dauert ca. 3 Tage). Schnelle cephalocaudale Extension. Prodrome: Leicht. Hebt die hervor generalisierte Lymphadenopathie (insbesondere retroaurikulär und subokzipital). Forchheimer-Spots: Petechien am weichen Gaumen.

Management: Symptomatisch.

Risiko: Hochgradig teratogen (angeborenes Röteln-Syndrom) bei anfälligen schwangeren Frauen. Prävention mit SRP.

Rötelnausschlag Röteln-Detail Röteln-Lymphadenopathie
Windpocken

Klinik & Tipps: Sehr juckender polymorpher Ausschlag: Koexistenz von Flecken, Papeln, Bläschen („Tautropfen“) und Krusten -> Muster von „Sternenhimmel“. Es beginnt im Gesicht/auf der Kopfhaut und reicht bis zum Rumpf.

Management: Symptomatisch (Haferflockenbäder, Galmei, Paracetamol). Vermeiden Sie Aspirin/Ibuprofen (Gefahr des Reye-Syndroms und der nekrotisierenden Fasziitis). Aciclovir nur in Risikogruppen, wenn Beginn <24 Stunden.

Verhütung: Ansteckend, bis sich ALLE Läsionen in der Schorfphase befinden. Impfstoff verfügbar.

Windpocken Windpocken-Detail Windpocken-Blase
Infektiöses Erythem (5. Krankheit)

Klinik & Tipps: Parvovirus B19. Exanthem in 3 Phasen: 1) „Geschlagene Wange“ (starkes Gesichtserythem mit perioraler Blässe). 2) Retikulärer Ausschlag (Spitze) am Rumpf und an den Extremitäten. 3) Schwankt je nach Hitze/Sonne.

Management: Symptomatisch. Betreuung von Patienten mit hämolytischer Anämie (Risiko einer aplastischen Krise) und schwangeren Frauen (Hydrops fetalis).

Ansteckung: Wenn der Ausschlag auftritt, ist das Kind es ist nicht mehr ansteckend und kann zur Schule gehen.

Infektiöses Erythem Infektiöses Erythem beim Kind Spitzenerythem
Roseola (Plötzliches Exanthem / 6. Enf.)

Klinik & Tipps: VHH-6. Typisch bei Säuglingen. Sehr hohes Fieber (39–40 °C) für 3–5 Tage. Diagnoseschlüssel: Es erscheint ein rosa makulopapulöser Ausschlag plötzlich, wenn das Fieber nachlässt. Beginnt im Kofferraum.

Management: Strenge Temperaturkontrolle (häufige Ursache für Fieberkrämpfe). Beruhigen Sie die Eltern.

Roseola stillende Roseola
Kranke Hände, Füße und Mund

Klinik & Tipps: Coxsackie A16 / Enterovirus. Schmerzhafte Wunden im Mundraum (Enanthem). Ovale Bläschen/Papeln mit erythematöser Basis auf den Handflächen, Fußsohlen, Gesäß- und perioralen Bereichen.

Management: Analgesie (Ibuprofen/Paracetamol). Hauptrisiko: Dehydrierung durch Nahrungsverweigerung aufgrund von Mundschmerzen. Bieten Sie kalte/eisgekühlte Flüssigkeiten an.

Hände, Füße und Mund, Handfläche Hände, Füße und Mund Kind Hände, Füße und Mund, Fuß
Molluscum contagiosum

Klinik & Tipps: Pockenvirus. Feste, perlmuttartige, kuppelförmige Papeln mit zentrale Nabelschnur. Im Allgemeinen asymptomatisch, in Falten oder Rumpf gruppiert. Autoinokulierbar durch Kratzen.

Management: Erwartendes Management (spontane Lösung in Monaten/Jahren). Kryotherapie oder Kürettage bei Beschwerden oder aus ästhetischen Gründen (siehe Dermatologie).

Molluscum contagiosum Molluscum contagiosum Molluske im Kind
Papulöse Akrodermatitis (Gianotti-Crosti)

Klinik & Tipps: Paravirale Reaktion (HBV, EBV, Coxsackie). Monomorphe Mikropapeln, haut-/kupferfarben. Akrale und symmetrische Verteilung: Gesicht, Gesäßmuskulatur, Gliedmaßenstrecker. Respektiere den Kofferraum.

Management: Selbstlimitierend, aber lang anhaltend (Wochen bis Monate). Antihistaminika nur bei Juckreiz.

Gianotti-Crosti Gianotti-Crosti-Extremitäten Gianotti-Crosti Gesäßmuskeln
Einseitiger lateralothorakaler Ausschlag

Klinik & Tipps: Wahrscheinliche virale Ätiologie. Erythematös-papulöser Ausschlag einseitig. Es beginnt in der Achsel- oder Seitenfalte der Brust und erstreckt sich bis zum ipsilateralen Arm/Flanke. Respektieren Sie Gesicht, Handflächen und Fußsohlen.

Management: Gutartige und selbstlimitierende Entwicklung (4–6 Wochen). Feuchtigkeitsversorgung der Haut.

Laterothorakaler Beginn Laterothorakale Erweiterung

🔬 Bakterienausbrüche

Infektionen, die eine gezielte Antibiotikatherapie erfordern. Im Allgemeinen sekundär zu einer Störung der Hautbarriere.

Scharlach

Klinik & Tipps: *Streptococcus pyogenes*. Erythematöser mikropapulöser Ausschlag (Berührung von "Sandpapier"). Pastia-Linien in Falten (Hyperpigmentierung). Filatov-Dreieck: periorale Blässe. Himbeerzunge. Vorhergehende/begleitende eitrige Pharyngotonsillitis.

Management: Orales Amoxicillin oder Penicillin V für 10 Tage, um nicht-eitrige Komplikationen (rheumatisches Fieber) zu verhindern.

Evolution: Späte generalisierte Erkrankung oder Handschuh-/Sockenablösung nach 1–2 Wochen.

Scharlach-Zunge Scharlach-Exanthem Scharlach-Peeling
Impetigo

Klinik & Tipps: S. aureus / S. pyogenes. Nichtbullöse Form (Schorf melicerisch, perioral/nasal) und bullös (schlaffe Bläschen, die Kragenerosion hinterlassen).

Management: Mupirocin oder topische Fusidinsäure für lokalisierte Formen. Orales Cephalexin oder Amoxicillin/Clavulanat, wenn groß oder blasenbildend.

Impetigo Impetigo-Arm bullöse Impetigo
Cellulitis

Klinik & Tipps: Erythematöse, ödematöse, heiße und schmerzhafte Plaque. Schlecht definierte Kanten. Tiefe Infektion der Dermis und des subkutanen Zellgewebes.

Management: Systemische Antibiotika (Cephalexin/Clindamycin). Notfallversorgung: IV-Einweisung bei Gesichtsbefall (periorbital), schnellem Fortschreiten, Anzeichen einer Sepsis oder bei Kleinkindern.

Periorbitale Cellulitis Cellulite an den Extremitäten
Staphylokokken-Syndrom der verbrühten Haut

Klinik & Tipps: Verursacht durch exfoliatives Exotoxin von S. aureus. Generalisiertes schmerzhaftes Erythem, gefolgt von großen, schlaffen Blasen und ausgedehnter Ablösung. Positives Nikolsky-Zeichen. Radialer perioraler Schorf.

Management: Aufnahme in ein Kinderkrankenhaus/Intensivstation. Flüssigkeitstherapie (Behandlung z. B. schwerer Verbrennungen), Analgesie und intravenöse Antibiotikatherapie (Cloxacillin, Cefazolin, Vancomycin).

verbrühte Haut Detail mit verbrühter Haut Verbrühte Hautblasen

🫀 Systemisch / Gefäß

Pathologien mit erheblicher systemischer Beteiligung oder Vaskulitis. Eine Differentialdiagnose in Notfällen ist von entscheidender Bedeutung.

Kawasaki-Krankheit

Klinik (Diagnosekriterien): Anhaltend hohes Fieber >5 Tage + 4 von 5 Kriterien: 1) Nicht-exsudative bilaterale Bindehautinjektion. 2) Oropharyngeale Veränderungen (Lippenspalte, Erdbeerzunge, hyperämischer Rachenraum). 3) Zervikale Lymphadenopathie (>1,5 cm, einseitig). 4) Polymorpher Ausschlag (Rumpf, im Perineum betont). 5) Periphere Veränderungen (Erythem/verhärtetes Ödem an Händen/Füßen, spätes periunguales Peeling).

Risiko: Koronararterien-Aneurysmen (Hauptursache für erworbene Herzerkrankungen bei Kindern).

Management in Notfällen: Einkommen. Intravenöses Gammaglobulin (IVIG) in den ersten 10 Tagen + Aspirin in entzündungshemmenden Dosen. Basis-Echokardiogramm.

Kawasaki-Zunge Kawasaki-Ausschlag Kawasaki-Konjunktivitis
Schönlein-Henoch-Lila

Klinik & Tipps: IgA-Vaskulitis. Spürbares Lila Nicht-Thrombozytopenie vorwiegend in den unteren Gliedmaßen (absteigende Bereiche) und im Gesäß. Klassische Trias: Purpura, Arthritis/Arthralgie und Bauchschmerzen (Koliktyp).

Notfallrisiko: Nierenbeteiligung (Mikrohämaturie, Proteinurie) und Darminvagination.

Management: Ruhe, NSAIDs (wenn keine gastrointestinale Blutung oder erhebliche Nierenbeteiligung vorliegt). Systemische Kortikosteroide bei starken Bauchschmerzen. Obligatorische Blutdruckmessung und Urinteststreifen.

Schönlein-Henoch-Lila Schönlein-Henoch-Beine Schönlein-Henoch-Gesäß
Erythema multiforme

Klinik & Tipps: Überempfindlichkeitsreaktion (Infektionen: HSV, Mykoplasmen oder Medikamente). Pathognomonische Läsionen in Bullseye- oder Zielschießen (dunkles Zentrum, blasser Hof, erythematöser Ring). Symmetrisch, Akral, Handflächen und Fußsohlen. Es kann zu einer leichten Schleimhautbeteiligung (EM Minor) kommen.

Management: Abzug entfernen. Topische/systemische Antihistaminika. Wenn eine starke Schleimhaut-/Systembeteiligung vorliegt, denken Sie an SJS/TEN.

Ziel-Erythema multiforme Erythema multiforme Handflächen

🍄 Pilze und Parasiten

Sie erfordern zusätzlich zur ätiologischen Behandlung ein strenges Umweltmanagement.

Körperringwurm

Klinik: Juckende ringförmige Plaque mit schuppigem aktivem Rand und klarem Zentrum.
Behandlung: Topische Antimykotika (Terbinafin, Clotrimazol). Orales Griseofulvin, wenn es sich um Tinea capitis handelt.

Krätze (Scabies)

Klinik: Starker nächtlicher Juckreiz. Akrine Furchen, Papeln in Falten, Achselhöhlen, Nabel und Interdigitalbereichen. Bei Säuglingen sind Handflächen, Fußsohlen und der Kopf betroffen.
Behandlung: Permethrin 5 % (topisch, für die ganze Familie) oder orales Ivermectin. Wäsche bei 60°C waschen.

Windelsoor

Klinik & Tipps: Leuchtend rote, erythematöse Plaque im Windelbereich. Wichtige Informationen: Sie betrifft die Leistenfalten (im Gegensatz zur irritativen Dermatitis) und präsentiert sich Satellitenverletzungen Peripheriegeräte.

Management: Topische Antimykotika (Nystatin, Clotrimazol, Miconazol). Halten Sie den Bereich trocken und wechseln Sie die Windel häufig.

Pityriasis Versicolor

Klinik & Tipps: Verursacht durch Malassezia furfur. Hypo- oder hyperpigmentierte Flecken mit feiner Ablösung (Fingernagelzeichen), hauptsächlich am Rumpf und an den Armen. Häufig bei Jugendlichen (warmes/feuchtes Klima).

Management: Topische Antimykotika (Ketoconazol-Shampoo, Selensulfid). Er warnt davor, dass die Repigmentierung der Haut Monate dauern wird.

🔥Entzündlich und allergisch

Urtikaria

Klinik: Sehr juckende, wandernde und abklingende erythematöse Nesselsucht (<24 Stunden pro Läsion). Alarm: Achten Sie immer auf Anzeichen einer Anaphylaxie oder eines Angioödems (Atemweg).
Behandlung: H1-Antihistaminika der 2. Generation. Kortikosteroide bei schwerem Angioödem.

Atopische Dermatitis

Klinik: Xerosis, starker Juckreiz. Bei Säuglingen: Wangen, Strecker. Bei Schulkindern: Flexuren (antecubital, popliteal).
Behandlung: Kontinuierliche Weichmacher. Topische Kortikosteroide bei Ausbrüchen.

Kontaktdermatitis

Klinik & Tipps: In akuten Fällen ekzematöse Plaques, Bläschen oder Blasen. Wichtige Informationen: Die Läsion ist geografisch auf den Kontaktbereich mit dem Reizstoff oder Allergen (Metalle, Pflanzen, topische Mittel) begrenzt.

Management: Beim ersten Waschen des Bereichs den Erreger meiden. Topische Kortikosteroide mittlerer/hoher Wirksamkeit, je nach Standort. Antihistaminika gegen Pruritus.

Windelausschlag (reizend)

Klinik & Tipps: Konfluierendes Erythem auf konvexen Flächen (Gesäß, Genitalien, Unterschenkel) in direktem Kontakt mit der Windel (Kot/Urin). Wichtige Informationen: Respektieren Sie die tiefen Falten.

Management: Barrierepasten (Zinkoxid, Lassar). Bei häufigem Windelwechsel möglichst offen lassen. Wenn es länger als 3 Tage anhält oder Falten betrifft, besteht der Verdacht auf eine Superinfektion Candida.

📊

Zusammenfassung und Differentialdiagnose

Pathologie Erreger/Ätiologie Merkmale des Exanthems Schlüsselzeichen/Prodrome
Masern Paramyxovirus Makulopapulös konfluierend, cephalocaudal. Sehr hohes Fieber, dreifache Erkältung, Koplik-Flecken.
Röteln Togavirus Rosa gepunktet, nicht konfluierend. Cephalocaudal (3 Tage). Retroaurikuläre/subokzipitale Lymphadenopathie.
Windpocken Varizella-Zoster-Virus Pruritische Bläschen in verschiedenen Stadien („Sternenhimmel“). Starker Juckreiz, Läsionen an Schleimhäuten und Kopfhaut.
Infektiöses Erythem Parvovirus B19 „Geschlagene Wange“ -> Netzmuster am Rumpf. Schwankt je nach Temperatur/Sonne. Es infiziert nicht mehr, wenn es sprießt.
Roseola für Kinder VHH-6/7 Rosa Flecken am Stamm, zentrifugale Ausbreitung. Erscheint kurz nachdem das hohe Fieber abgeklungen ist (3-5 Tage).
Hände, Füße und Mund Coxsackie A16/Enterovirus Bläschen/Papeln an Handflächen, Fußsohlen und Gesäß. Schmerzhafte Wunden im Mund (Enanthem), Nahrungsverweigerung.
Molluscum contagiosum Pockenvirus Perlmuttartige, feste Papeln mit zentrale Nabelschnur. Asymptomatisch, in Falten gruppiert, autoinokulierbar.
Gianotti-Crosti Paravirale Reaktion Monomorphe Mikropapeln, haut-/kupferfarben. Verteilung akral und symmetrisch. Respektiere den Kofferraum.
Laterothorakaler Ausschlag Wahrscheinlich viral Erythematös-papulöser Beginn einseitig. Beginnt in der Achselhöhle/Brustkorb und erstreckt sich bis zum Arm/Flanke.
Scharlach S. pyogenes Punktförmiges, leuchtendes Rot, „Sandpapier“-Feeling. Frühere Mandelentzündung, Pastia-Falten, Erdbeerzunge.
Impetigo S. aureus / S. pyogenes Krusten melicerisch oder schlaffe Bläschen (bullös). Häufige periorale/nasale Verteilung, autoinokulierbar.
Cellulitis Bakterien in der tiefen Haut Erythematöse, ödematöse, heiße und schmerzhafte Plaque. Schlecht definierte Grenzen, Risiko einer Progression und Sepsis.
Betrug mit verbrühter Haut. S. aureus-Exotoxin Erythem, große schlaffe Blasen und Peeling. Nikolsky-Zeichen (+), extremer generalisierter Schmerz.
Kranker Kawasaki Vaskulitis (Unbekannt) Polymorph, im Dammbereich akzentuiert. Fieber >5 Tage, Konjunktivitis, Erdbeerzunge, Hand-/Fußödem.
Pater Schönlein-Henoch IgA-Vaskulitis Spürbares Lila in den unteren Gliedmaßen/Gesäß. Kolikartige Bauchschmerzen, Arthralgie, Nierenbeteiligung.
Erythema multiforme Überempfindlichkeit Pathognomonische Läsionen in Bullseye (Zielschießen). Symmetrischer akraler Befall (Handflächen/Fußsohlen). Verbunden mit VHS/Drogen.
Körperringwurm Dermatophyten (Pilze) Ringförmige Platte mit klarer Mitte und schuppigem aktivem Rand. Pruritisch, asymmetrisch, schuppig.
Krätze (Scabies) Sarcoptes scabiei Akrine Furchen, Papeln in Falten und Interdigitalbereichen. Starker nächtlicher Juckreiz, Familiengeschichte des Kratzens.
Windelsoor Candida albicans Leuchtend rotes Erythem mit Satellitenverletzungen. Wirkt auf die Leistenfalten (vs. irritierend).
Pityriasis Versicolor Malassezia furfur Hypo-/hyperpigmentierte Makulae mit feinem Peeling. Fingernagel-Zeichen. Im Sommer/bei Hitze wird es schlimmer.
Urtikaria Allergisch / idiopathisch Juckende erythematöse Nesselsucht. Migrationsverletzungen und flüchtig (<24h). Überwachen Sie die Anaphylaxie.
Atopische Dermatitis Hohe Hautbarriere Stark juckende ekzematöse Plaques, Xerose. Betroffen sind die Strecker (Säuglinge) oder die Beugemuskeln (Schulkinder).
Kontaktdermatitis Reizend/Allergen Ekzematöse oder vesikuläre Plaques. Verletzung geografisch abgegrenzt zur Kontaktzone.
Irritative Dermatitis (Windel) Kot/Urin/Reibung Erythem in konvexen Bereichen der Windel. Respektieren Sie die Falten tiefe Leistengegend.
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Notfall-Quiz

1. Ein 10 Monate altes Kleinkind kommt in die Notaufnahme. Mutter berichtete, dass sie vier Tage lang schwer kontrollierbares Fieber von 39,5 °C hatte, das heute plötzlich verschwand, woraufhin ein rosa makulopapulöser Ausschlag am Rumpf auftrat. Wahrscheinlichste Diagnose:

2. Ein 6-jähriger Schüler stellt sich mit Halsschmerzen und einem erythematösen Ausschlag vor, der sich wie „Sandpapier“ anfühlt, mit deutlichen Erythemen in den Achselfalten (Pastia-Linien). Behandlung der Wahl:

3. 3-jähriger Junge mit seit 6 Tagen Fieber, roten Augen ohne Ausfluss, Lippenrissen, Erdbeerzunge und einem 2 cm großen einseitigen Halslymphknoten. Zu vermeidende Hauptkomplikation:

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Achtung in der Kritikerbox

Warnsignale in der Notaufnahme weisen auf lebensbedrohliche Erkrankungen hin.

Nicht bleichbarer Ausschlag

Petechien oder Purpura fulminans unter vitro-Druck. Hoher Verdacht auf Meningokokkämie, Sepsis oder DIC.

Engagement für die Atemwege

Plötzliche Urtikaria + Keuchen, Stridor, Angioödem oder Hypotonie. Anaphylaxie. Dringendes IM-Adrenalin.

Schwere mukokutane Beteiligung

Ausgedehntes Abschälen der Epidermis (Nikolsky +), Befall von ≥2 Schleimhäuten, hohes Fieber. Verdacht auf SJS/NET.